Topping D-50 DA-Wandler – ein Versuch

Ich nutze seit einiger Zeit einen Denon DVD-2900 als CD- und SACD-Player. Er ist astrein und wertig verarbeitet, dementsprechend schwer und hat sehr gute Wandler, die mittlerweile aber auch in die Jahre gekommen sind.

Ich wollte einmal ausprobieren, was sich in der Wandlertechnik der letzten 10 Jahre so verändert hat und ob es Sinn macht, einen aktuellen Wandler zu nutzen. Dabei geht es mir in erster Linie um klangliche Fortschritte und nicht so sehr um technische Größen.

Meine Wahl ist auf einen Topping D-50 gefallen.

Das Gerät ist etwa so groß, wie eine Hand und bietet neben einem coaxialen auch einen optischen und einen USB-Eingang. Er wandelt und verarbeitet alles, was es gegenwärtig in der digitalen Welt an Formaten gibt. Neben den klassischen 44,1kHz/16bit einer CD finden auch Highres-Formate, wie PCM bis 768kHz und DSD 512 ihren Weg durch den Wandler zu den analogen Ausgängen. 

Hier noch ein paar Impressionen des Gerätes. Allein das Gehäuse aus einem Aluminiumblock ist eine Erwähnung wert. (Die Bilder habe ich dem  audiophonics.fr-Shop https://www.audiophonics.fr/en/dac-with-volume/topping-d50-dac-es9038q2m-x2-32bit768khz-dsd512-xmos-u208-black-p-12604.html entnommen, der reichlich Informationen zu diesem Gerät liefert und einen einfachen Kauf ohne Direktimport aus China bietet.

Als Wandler kommen zwei ESS ES9018Q2M zum Einsatz. Diese leicht abgespeckte und ausschließlich zweikanalige Version des ES9018PRO ist von sehr guter Qualität und die Technik kommt in vielen wesentlich teureren Wandlern der HiFiwelt zum Einsatz. Ein Vorteil chinesischer Produktion. Nicht nur die Verarbeitungsqualität ist super – bauen doch viele namhafte Hersteller aus Kostengründen in China – sondern auch der Bauteilpreis ist erheblich günstiger. Zudem bezahlt man keine großen Markennamen, wenngleich Topping schon viele gute Produkte auf den Markt gebracht hat.  Die Marke ist definitv kein Anfänger mehr.

Das Gerät bietet sieben PCM-Digitalfilter, um Einfluß auf den Frequenzgang und damit dem Klang zu nehmen.  Das ist keine Spielerei bieten doch auch andere Wandler, CD-Player oder z.B. Phonopreamps diese Möglichkeit an der Wiedergabe zu drehen und dem eigenen Hörempfinden anzupassen. Hier einmal kurz die zur Verfügung stehenden Modi:

MODE 1: apodizing fast roll-off filter

MODE 2: minimum phase slow roll-off filter

MODE 3: minimum phase fast roll-off filter

MODE 4: linear phase slow roll-off filter

MODE 5: linear phase fast roll-off filter

MODE 6: brick wall filter

MODE 7: corrected minimum phase fast roll-off filter

Mit gefällt der erste Modus am besten. Ihm wird zwar in vielen Foren und Berichten eine gewisse Überpräsenz in den hohen Frequenzlagen nachgesagt, doch harmoniert dieser Modus mit meiner zum Warmen tendierenden Kette sehr gut und nervt keineswegs. Gerade bei den letzten beiden Modi fehlen mir Details und Höhen, fällt der Frequenzgang doch schon sehr früh ab 18kHz ab. Das ist dann doch etwas Zuviel des analogen Fealings.

Am Wandler hängt über den Coax-Eingang der Denon-Player und über den optischen Eingang der Teufel Raumfeld Connector 2 als Streaminglösung. Hat sich die Anschaffung nun gelohnt. Definitv ja! Das Klangbild ist erheblich offener und bietet mehr Details. Dies hört sogar meine Freundin, die sich nicht für mein Hobby interessiert, aber dankenswerter Weise meinen Spleen respektiert. Wenn jemand eine günstige Aufwertung seiner Anlage sucht und sich nicht vor einem in der Regel problemlosen Import scheut, der bekommt für sein Geld einen in jeder Hinsicht sehr guten digitalen Spielpartner.

 

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