Planungen zur Anlagengestaltung

Im zurückliegenden Winter hat sich mal wieder Einiges getan. Grundsätzlich hat sich an der Zufriedenheit mit meiner Kette nichts verändert. Doch würde ich diesem Hobby nicht nachgehen, wenn da nicht immer etwas wäre, was es zu erforschen, zu probieren, anzufassen und hören gäbe. Das Hifi-Regal ist prall gefüllt und ich brauche Platz für neue Platten. Eine Anschaffung, die dieses Jahr wahrscheinlich ansteht, ist ein neues Klangmöbel, dass mir genügend Platz bietet, um die Komponenten noch schöner zu präsentieren – vielleicht etwas in dunklem Holz – und mehr Platz für Platten bietet.

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Darüber hinaus plane ich die Anschaffung neuer Lautsprecher. Ich bin mit meinen Dynaudios vollkommen zufrieden und werde diese auch nicht hergeben, doch hatte ich gerade im letzten Jahr mehrmals die Gelegenheit wirkungsgradstarke Lautsprecher ala Klipsch, Altec Lansing und Tannoy zu hören. Diese Lautsprecher sind aus optischen Gesichtspunkten alles andere als chic und versprühen den Charme vergangener Jahrzehnte. Was die Kisten aber können, ist Musik machen! Bedingt durch ihre Bauweise und die Abstimmung haben sie hohe Wirkungsgrade, sind enorm impulstreu und dynamisch und machen einfach nur Spaß. Sie sind vielleicht nicht die technisch perfekten Lautsprecher und haben keinen geradlinigen Frequenzgang vom Keller bis in höchste Höhen, aber dafür berühren sie emotional. Vielleicht hat mein fortschreitendes Alter auch mit dieser Abkehr hin zu diesen Lautsprechern zu tun. Nicht, dass ich nun besonders alt wäre, steht an erster Stelle gerade noch eine drei, doch der Umfang dessen, was meine konzerterprobten Ohren wahrzunehmen vermögen, nimmt ab. Dazu kommt noch, dass viele Hersteller mit tollsten technischen Daten glänzen und schnurgerade Frequenzgänge schon lange ein Indiz für Qualität zu sein scheinen, doch wird allzuoft vergessen, wie begrenzt eigentlich der Frequenzumfang ist, den Instrumente und Stimmen erzeugen (Kirchenorgeln und andere Besonderheiten mal ausgenommen). Wenn ich mir auf der Straße einen “Wandermusiker” anhöre, dann sind die Bedingungen alles andere, als perfekt. Spaß bereitet er vielleicht trotzdem. Es macht also Sinn nicht nur nach dem technisch Perfekten zu suchen, sondern herauszufinden, was rockt, groovt und die Beine zum Wippen einlädt.

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Genau weiß ich noch nicht, welche Lautsprecher es werden, doch steht schon fest, dass es was mit Breitbänder oder Coax sein wird, eine große Papiermembran haben soll und mit kleinen Röhrenverstärkern klarkommt. Die Anschaffung eines solchen Glimmelementes ist für ferne Zukunft auch einmal angedacht, also kann das gleich in die Planungen mit einbezogen werden. Es muss nicht unbedingt ein fertiger Lautsprecher sein, gibt es doch ein breites Angebot an sehr guten DIY-Chassis oder Bausätzen. Passende Gehäuse lasse ich beim Schreiner herstellen und etwas Geld spare ich so eventuell auch noch. Wenn man sich ein bisschen in DIY-Foren umsieht oder vielleicht mal die Möglichkeit hatte, einen professionell geplanten Eigenbau zu hören, weiß man, dass diese nicht schlechter sein müssen, als was Fertiges von der Stange oder aus dem HighEnd-Entwicklungslabor.

Eine Sache gibt es noch, die ich vielleicht im nächsten Herbst oder Winter anfangen werde. Ein Röhren-Phonoverstärker steht auf dem Plan. Er soll für MM und MC gleichermaßen geeignet sein, in den Eingangskapazitäten und -impedanzen schaltbar sein und sich vielleicht sogar auf verschiedene Entzerrungskurven verstehen. Da sind die Überlegungen aber noch am Anfang.

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