Neues rund um den Dreher

Wie im letzten Post angedeutet, gibts nach und nach kleine Infos zu den neuen Teilen, die in meiner Anlage Einzug gehalten haben.

Hier soll es zunächst um die Neuigkeiten rund um den Plattenspieler gehen. Der Kenwood KD-8030 behält seinen Stammplatz, freut sich allerdings ab und an über neue Systeme zum Testen. Nachdem ich vor einigen Monaten ein Nagaoka MP-20 zum Testen hatte, dass mir im Vergleich zu meinem Audio Technica nicht gefallen hat, habe ich mir einen alten Wunschtraum erfüllt und mir ein Denon DL-103 (nicht R) gegönnt.

Dieses System ist das älteste noch produzierte Tonabnehmersystem überhaupt. Es wird seit 1962 gebaut. Ursprünglich wurde es in Radiostationen für den dort recht harten Arbeitsalltag eingesetzt. Später nahmen sich auch HiFi-Freunde dieses Systems an. Es besitzt eine recht geringe Nadelnachgiebigkeit und harmoniert gut mit schweren Tonarmen. Wie geschaffen also für den Kenwood. Nicht zuletzt wird diese Kombination vielerorts empfohlen. Der Nadelschliff ist von sphärischer Natur und lässt rein technisch zunächst nicht auf beste Auflösung hoffen. Dafür ist er unproblematisch in der Justage und verzeiht den ein oder anderen Knackser. Es benötigt etwas mehr Auflagekraft. Der Hersteller empfiehlt bis zu maximal 2,8g. Bei mir läuft er bei 3g sehr zufriedenstellend. Dieses Tip habe ich aus dem Analog-Forum, wo es stets nette Hilfe gibt.

Zum System gesellt sich auf dem Teller ein 300g Vollaluminium Plattengewicht von Pathe Wings.

 Ich bemerke ehrlich gesagt keine klanglichen Unterschied durch das Gewicht, aber manchmal will auch nur das Auge unterhalten werden. Die Optik ist durch das Gewicht auf jeden Fall aufgewertet.

Als Plattenbürste nutze ich mittlerweile ein etwas besseres Modell von Analogis.

Die Super Exstatic – Bürste besitzt wie viele einfache Bürsten zwei reihen Carbonfaser-Borsten. Dazwischen findet sich bei diesem Modell eine breite Samtbahn. Diese nimmt noch einmal feinste Staubkörner auf. Den Unterschied zu einer normalen Carbonbürste merkt man definitiv. Es gibt teure Modelle mit verschiedensten Tierhaaren und anderen Finessen. Aber das ist eine Spielwiese für andere Gemüter.

Ich bin klanglich mit den Neuerungen vollumfänglich zufrieden. Das Denon besitzt ein sehr ordentliches Bassfundament. Der Bass tönt präzise und nicht etwa schwammig oder brummend. Die Auflösung ist auf den ersten Blick geringer, als beim Audio Technica, dass ich noch immer sehr mag. Bei genauerem Hören und etwas Einspielzeit bemerkt man aber, dass das Denon keineswegs Details unterschlägt. Es baut eine schöne, große Bühne auf. Es ist in den Höhen sicherlich nicht so spritzig, wie ich es bisher gewohnt war. Dafür nervt es niemals und ermöglicht unangestrengtes Hören auf hohem Niveau.

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