Ein Phonovorverstärker hält Einzug.

Mein Marantz 2230, der mittlerweile ausschließlich als Vorverstärker genutzt wird, besitzt ein sehr gutes Phonoteil. Leider lassen sich daran nur MM/MI-Tonabnehmer betreiben. Mein neues System, das Denon DL-103 ist allerdings ein MC-System bei dem die Signalspannung durch angeregte Spulen statt ebensolchen Magneten generiert wird. Ich will hier nicht zu technisch werden. Der wichtigste Unterschied dieser zwei Tonabnehmergattungen ist die zur Verfügung stehende Ausgangsspannung. Diese ist bei einem MC-System und ein Vielfaches geringer, als bei den MM-Kollegen. Also wurde es Zeit für einen Phonovorverstärker. Zunächst dachte ich über einen Eigenbau nach und Teile wurden schon zum Teil organisiert, doch mangelt es einfach an Zeit, dies umzusetzen. Ich wollte einen anpassbaren PhonoPre, um ein wenig mit verschiedenen Tonabnehmern experimentieren zu können. Wenn ich mal wieder etwas Geld übrig habe, erwäge ich durchaus nochmal die Anschaffung eines Audio Technica AT-OC9 oder AT33-PTG II. Nach Probehören beim Händler und viel Lesen in einschlägigen Foren habe ich mit eine Project Phonobox DS+ gekauft.

Es ist möglich über Relais verschiedene Eingangs-Kapazitäten und -Widerstände zu wählen. Darüber kann die Verstärkungen in mehreren Stufen eingestellt und bei Bedarf ein Subsonic-Filter hinzugeschaltet werden. Da ich keinen Subchassis-Dreher habe, benötige ich letzter Filter eher nicht und habe in immer deaktiviert.

So schaut das Ganze dann in der Praxis aus:

Von den technischen Möglichkeiten und dem klanglichen Ergebnis bin ich absolut überzeugt. Der Preamp klingt recht neutral. Das ist keineswegs negativ gemeint, aber er betont keinen Frequenzbereich in besonderer Weise. Er klingt rund und nicht fehlt von den tiefen Frequenzen bis hin zu den höchsten Tönen. Durchaus eine Empfehlung für alle, die einen vielseitigen PhonoPre suchen, sich aber nicht gleich zum besten Kunden der Bank machen wollen.

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