Tonabnehmerneuzugang Nummer 1 – Ein ELAC ESG 792e

Allgemein Jan 29, 2015 No Comments

Auf der Suche nach neuen Tonabnehmern für den Plattenspieler bin ich vor Kurzem bei einem ELAC ESG 792e hängengeblieben. Es war fast ungebraucht mit Originalnadel in Bestzustand. Das Angebot war attraktiv und über ELAC habe ich bisher nur Gutes gelesen. Das 792er war das zweitkleinste Modell einer Serie mit sehr guten Tonabnehmer, deren Gipfel die Modelle 796 H30,H40 und HSp waren. Schon das 792 hat die tonalen Qualitäten der größeren Modelle, ist jedoch in den meisten Aspekten etwas beschränkter in der Abbildung, der räumlichen Tiefe und Dynamik.

So sieht das gute Stück am Dreher aus:

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Den ersten Hörtest absolvierte ich mit der mir gut bekannten Dark Side of the Moon-LP von Pink Floyd. Darüber hinaus testete ich mit dem Remaster der The Rat Pack – Live at the Saints, sowie der Brothers in Arms von den Dire Straits. Der erste Eindruck war gewaltig, bietet das ELAC doch einen sehr fundamentalen Bass und Grundtonbereich. Das Klangbild war voll und warm. Im Vergleich zu meinem bisherigen Audio Technica AT 430 OCC, das gerade erstmal Urlaub hat, klingt das ELAC aber behangen und wenig spielfreudig. Es ist übermäßig warm und es kommt nicht so rechte Freude auf in Kombination mit dem sehr guten Phonoteil des Marantz auf. Nun befindet sich ja noch ein weiterer Verstärker mit brauchbarem Phonoteil in der heimischen Sammlung. Also den Dreher mal mit dem NAD verbunden und siehe da, der ELAC kann auch Spaß machen. Der Bass- und Grundtonbereich ist immernoch präsent und der Grundtenor liegt definitiv auf homogen und unauffällig. Der Bass spielt am NAD jedoch deutlich präziser und knackiger. Der Tonabnehmer klingt nicht mehr verhangen und undynamisch. Ganz im Gegenteil. Am NAD kann der ELAC richtig rocken und macht auch bei detailreichen Jazzaufnahmen, wie dem Album Count Basie – Live at Birdland, richtig Freude. Er bleibt dabei immer homogen und behält seinen warmen Grundcharakter. Die negativen Eindrücke vom Betrieb mit dem Marantz verschwinden jedoch komplett. Ich bin dem Grund nicht weiter auf die Spur gegangen, doch führe ich die klanglichen unterschiede auf unterschiedlichen Eingangsimpedanzen und -kapazitäten zurück. Der Kauf hat sich definitiv gelohnt und er darf bleiben!

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SGleicher

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