Neues Projekt – ein Paar WLM Diva Monitor Klone

Allgemein Sep 08, 2016 No Comments

Seit längerem plane ich schon, mir ein paar neue Lautsprecher zu bauen. Das letzte Mal ist schon gut 20 Jahre her. Damals war es ein Paar Davis Dapo in Klavierlack schwarz. Die Umsetzung war sehr gut gelungen und die Lautsprecher erfüllen noch heute in der elterlich Wohnung ihren Dienst.

Ich selbst höre zufrieden mit einem Paar Dynaudio Audience 5 Musik. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum ich neue Lautsprecher bräuchte, aber so ist das nunmal mit einem Hobby. Ich habe bestimmt zwei Jahre überlegt, mir verschiedene Bausätze und Fertiglautsprecher angehört und bin dann bei der WLM Diva hängen geblieben. Ich höre gern auch mal etwas lauter Musik. Gern darf es dynamisch und etwas spritziger zu Werke gehen. Leiser und weicher Jazz sollte aber genauso gut funktionieren. Bei Dynaudio steht Spritzigkeit nun nicht unbedingt an erste Stelle, fällt diese Firma doch bisher durch recht neutrale, aber sehr musikalische Lautsprecher auf. Genau deshalb habe ich mich damals gegen eine Contour 1.3 und für die Audience 5 entschieden. Diese spielen wesentlich dynamischer und stachen damals etwas aus der Dynaudio Produktpalette heraus, ohne die Grundtugenden des Herstellers grundsätzlich zu vernachlässigen.

Gesucht wurde also ein Lautsprecher, der nicht unbedingt messtechnische Perfektion ausstrahlt, aber musikalisch meine Kriterien erfüllt. Irgendwann hatte ich das Glück einmal länger die WLM Diva Monitor zu hören. Diese Lautsprecher sind recht klein, verwenden ein Coaxchassis, dass eigentlich aus dem PA-Bereich stammt und eine steife sowie leichte Papiermembran besitzt und so schonmal eine gute Grundlage bietet. Da das Original doch etwas zu teuer für meinen Geldbeutel ist, bin ich auf den CT235 aus der Klang + Ton gestoßen. Dazu gibt es Unmengen an Diskussionen und Änderungsvorschläge in diversen Foren und Seiten im Internet.

Ich werde zunächst mit zwei Weichenkonzepten experimentieren und schauen, welches für mich besser funktioniert. Ich bin mir der teilweise tonalen Schwächen des verwendeten Coaxes durchaus bewusst und dieser Lautsprecher ist nicht jedermanns Liebling. Wichtig ist vielmehr, dass er Spaß macht und meinen Hörgewohnheiten am nächsten kommt. Die zwei genannten Weichenkonzepte werden zum einen die Weiche von Jobst-Audio als Grundlage sein, die gründlich entwickelt und recht aufwändig gestaltet ist und eine zweite sehr spartanische Weiche, bei der der verwendete Eminence Beta 10cx ohne Frequenzweiche betrieben wird und der verwendete Hochtöner (P.Audio D415S) weich durch ein Filter mit 6dB Flankensteilheit aus dem Rennen genommen wird. Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile. Für Röhrenverstärker werde ich eine Impedanzlinearisierung vorsehen. Eine aktive Bassentzerrung, wie bei Original werde ich zunächst nicht umsetzen.

Die Gehäuse werden die Maße des Vorbildes haben und mit einem Furnier namens Makassar versehen. Dieses Holz ist relativ dunkel und hat eine recht gleichmäßige, streifenförmige Maserung. Der Lautsprecher selbst besteht wie bei WLM aus 22mm MDF mit einer Ringversteifung aus 19mm MDF.

Die Eminence-Chassis sind bereits geliefert. Hier mal zwei Fotos. Auf dem zweiten Bild sieht man einen kleinen Größenvergleich mit den Dynaudios.

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