Die erste Begegnung mit einem Marantz Receiver – ein 2216

Allgemein Aug 25, 2016 2 Comments

Auch dieser Bericht spielt in der Vergangenheit. Es liegt etwa sechs Jahre zurück, dass mich das Hifi- und Bastelfieber wieder gepackt hat. Schon mit 15~16 Jahren habe ich erste Lautsprecher gebaut und ein bisschen Löten geübt. Auch meine erste Anlage bestehend aus einem Kenwood KA-5020, Kenwood KT-1030L, Kenwood KX-7030 und dem heute noch existierenden Kenwood KD-8030 stammte aus der Zeit. Ich habe dafür Jahre gespart und mir nebenbei etwas dazuverdient, um mir diesen Traum einer eigenen Anlage erfüllen zu können. Als Lautsprecher verwendete ich damals zwei große Transmissionline-Bausätze von Mainhattan-Akustik. Diese Firma gibt es meines Wissens nach heute nicht mehr.

Nun zurück zum Thema. Mein erneuter Einstieg nach langer Pause war ein Marantz 2216. Ich war fasziniert von den blauen Skalen und der Optik der Receiver. Zudem las man recht viele positive Berichte über diese Geräte. So fand eines Tages ein Marantz 2216 den weg zu mir. Es war der kleinste Receiver seiner Produktreihe. Er stammte aus dem Jahr 1977, leistete etwa 2x16W an 8Ohm und war sehr gut erhalten. Ein Kanal des Receivers funktionierte nicht. Sonst lief das Gerät. Auch der Tuner empfing verhältnismäßig gut. Damals musste ich ein paar Widerstände und Transistoren in der Endstufe des defekten Kanals tauschen und die Funktion war wieder hergestellt.

Hier ein paar Bilder des Gerätes. Leider ist die Qualität nicht sonderlich gut, da ich damals nur mit dem Handy fotografiert habe.

Beim ersten Testlauf nach der Reparatur:

IMG_1239 (1)

Hier nochmal ein besseres Bild, der Gerätefront. Das Copyright liegt bei ©hifiengine.com:

marantz_2216_receiver

Einige Innenansichten:

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Mir gefiel der kleine Marantz schon ganz gut, nur klang er ein wenig dünn und es stellte sich schnell heraus, dass auch die Leistung an den Dynaudio Audience 5 etwas knapp war. Deshalb habe ich den 2216 nach einem halben Jahr schon wieder verkauft und durch einen Marantz 2230 ersetzt. Dieser verrichtet seit einer Reparatur und gründlichen Revision klaglos bis heute seinen Dienst.

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SGleicher

2 Comments

  1. Günther Teufert

    Hallo junger Mann, ich habe das gleiche Casetten Tape von Revox. Bei diesn funktioniert seit einiger Zeit weder vor-, Rücklauf noch das Abspielen einer Casette.
    Haben Sie eine Vorstellung was in diesen Fall das Problem sein kann. Die Sicherungen sind alle O. K. und lassen alle die Spannung durch.
    Für eine aussagefähige Antwort bin ich Ihnen sehr dankbar.
    Mit freundlichen Gruß.

    Günther Teufert

    • SGleicher

      Hallo Herr Teufert,

      Ferndiagnosen sind natürlich immer etwas schwierig, aber ich habe zumindest eine Idee, wo Sie einmal schauen/messen könnten. Wenn Sie ein Multimeter oder zumindest ein Voltmeter zur Verfügung haben, so können Sie einmal die Gleichspannungen auf der Prozessorplatine durchmessen. Die Spannungsangaben finden Sie im Service-Manual unter folgender Adresse: http://www.analogfan.de/wichtige-links/studer-revox-manuals.html . Wenn hier Abweichungen auftauchen oder Spannungen gänzlich fehlen, gibt es ein Problem mit dem Netzteil oder der lokalen Spannungsversorgung auf der Platine.
      Es passiert gelegentlich, dass das IC3 (7406) auf dieser Platine (die sich von vorn betrachtet hinten links befindet) einen internen Schluss hat. Dies führt auch zu dem von Ihnen beschriebenen Fehlerbild. Dies findet man meist nur durch Austauschen des Bauteiles heraus, da sich bei diesem Fehler die Spannungen im Schaltbild trotzdem richtig messen lassen.

      Dies wären meine ersten Vermutungen. Schlimmstenfalls hat der Prozessor selbst einen Fehler und muss getauscht werden. Dies passiert zwar gelegentlich, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Man bekommt diesen aber noch bei Revox als Ersatz.

      Das Tapedeck ist sehr robust gebaut und servicefreundlich. Zudem findet man den von Ihnen beschriebenen Fehler relativ häufig. Er läßt sich oft mit geringem Material- und Kostenaufwand wieder beheben, wenn man es selbst reparieren kann.

      Beste Grüße
      Sebastian Gleicher

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